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Berner Pressekonferenz 2008
Künzelsau, 25.09.2008
Berner Unternehmensgruppe: Abschluss des Wirtschaftsjahres 2007/08
Mit zweistelligem Umsatzwachstum auf Erfolgskurs
Die Berner Gruppe, Künzelsau, ist im Geschäftsjahr 2007/08 (1.4.07-31.3.08) erstmals seit vielen Jahren wieder zweistellig gewachsen. Die Gruppe steigerte den Umsatz um 11,6 Prozent von 780 auf rund 870 Millionen Euro.

Das außerordentliche Wachstum ist für die Berner Gruppe ein großer Erfolg: „Zum einen haben wir die bis ins Frühjahr 2008 anhaltende, gute Konjunktur in den meisten europäischen Ländern optimal genutzt“, erläutert Jörn Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Berner Holding. „Zum anderen haben die Unternehmen gezeigt, dass die ehrgeizigen Ziele unserer Strategie Berner GO21 realisierbar sind“, erklärt er den überdurchschnittlichen Zuwachs.

Die Berner Gruppe ist einer der führenden europäischen Direktvertreiber im Kleinteile-Geschäft für die professionelle Anwendung im Bau- und Kfz-Handwerk sowie der Industrie. Innerhalb der Gruppendarstellung werden die beiden Konzerne Berner GmbH, Künzelsau, und BTI Befestigungstechnik GmbH, Ingelfingen, zusammengefasst. Zum Bilanzstichtag am 31. März 2008 beschäftigte die Gruppe 8.002 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 5.157 davon im Außendienst.

Der Umsatz von knapp 870 Millionen Euro berechnet sich inklusive der Akquisitionen Berner Pultti Finnland, Berner Rumänien, Tegee-Chemie und Krähe Versand. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt 16 Prozent hinter dem des Vorjahres zurück, was zum einen an den finanziellen Folgewirkungen von Rekordinvestitionen in Unternehmenszukäufe und die Logistik sowie die 50-Jahre Aktivitäten lag. Durch die deutliche Verschärfung der Bewertungsgrundsätze bei Forderungen in Italien wurde außerdem eine zusätzliche Risikovorsorge in nicht unerheblicher Höhe getroffen.


Bereiche Bau und Kfz wachsen gegen den Trend, Chemiesparte wird weiter ausgebaut
Der Geschäftsbereich Bau, der nach wie vor den größten Anteil am Umsatz der Gruppe erzielt, legte um 8,6 Prozent auf rund 443 Millionen Euro zu. So entwickelt sich der wichtige Wohnungsbau in Osteuropa weiterhin sehr dynamisch. In Spanien, Deutschland und den skandinavischen Ländern ist er jedoch rückläufig.

Im Kfz-Bereich setzt sich der Konzentrationsprozess fort. Der Trend geht zu Mehrmarken-Autohäusern. Die Anzahl der Betriebe verringert sich. Auch ist die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im vergangenen Jahr innerhalb der Europäischen Union nur leicht um 1,1 Prozent gestiegen. Dennoch wuchs dieser Berner-Geschäftsbereich um 6,4 Prozent auf 332 Millionen Euro.

Die junge Division Chemie entwickelte sich ebenfalls positiv. Die Berner Gruppe plant, den Chemiebereich systematisch weiterzuentwickeln. Wigo, Caramba und Tegee-Chemie sowie die im April 2008 neu hinzugekommene Firma Rumler bereiten sich derzeit darauf vor, den europäischen Markt für Spezialchemie zu erobern. Der Umsatz der restlichen Vertriebskanäle – dazu gehören der Spezialversandhandel und die Shops - beläuft sich auf insgesamt rund 55 Millionen Euro.


Deutschland: Positiver Trend mit Akquisitionen
Im Inland steigerte die Berner Gruppe ihren Umsatz im letzten Geschäftsjahr um 5,7 Prozent auf 303 Millionen Euro. Berner Deutschland agierte in einem schwierigen Marktumfeld, was sich auch in den Zahlen widerspiegelt. So konnte die deutsche Vertriebsgesellschaft das Vorjahrsniveau nicht halten und schloss mit einem leichten Minus von 2,9 Prozent auf 125,1 Millionen Euro ab.

Der BTI Konzern steigerte seinen Umsatz im letzten Jahr insgesamt um 15,5 Prozent. Hierfür mit ausschlaggebend war die Übernahme des Spezialversenders Krähe im Juli 2007. Die Entwicklung der deutschen BTI Gesellschaft verlief mit einem Minus von 3,1 Prozent auf 107,3 Millionen Euro hingegen nicht ganz erwartungsgemäß.

Die zur Chemiedivision zählenden Unternehmen erzielten im letzten Jahr einen Umsatz von fast 50 Millionen Euro. Zwar ist in die Betrachtung die Übernahme der Tegee-Chemie mit einzubeziehen, doch auch die Firma Caramba hat sich mit einem Plus von 5,5 Prozent sehr gut entwickelt.


Europäische Gesellschaften wachsen deutlich
Die Vertriebsgesellschaften in Europa trugen mit einem Plus von 14,3 Prozent maßgeblich zum Erfolg der Berner Unternehmensgruppe bei. Insgesamt erwirtschafteten die Berner Unternehmensgruppe Wirtschaftsjahr 2007/08: Mit zweistelligem Umsatzwachstum auf Erfolgskurs Unternehmen einen Umsatz von 567 Millionen Euro, was einem Anteil von 65 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht. Berner Frankreich, das größte Einzelunternehmen der Gruppe, bleibt weiterhin auf Wachstumskurs: Das Unternehmen erzielte im vergangenen Geschäftsjahr wieder ein zweistelliges Plus von 10,9 Prozent. Damit stieg der Umsatz von 170,6 auf rund 189,3 Millionen Euro an.

Wie seit vielen Jahren legte Berner Spanien auch im vergangenen Geschäftsjahr überproportional zu. Mit einem Plus von 22,3 Prozent überstieg der Umsatz die 40 Millionen Euro Grenze. Und auch die Berner Vertriebsgesellschaft in Italien wuchs weiter um 9,8 Prozent. Damit kletterte der Umsatz auf 91 Millionen Euro. Von allen Vertriebsgesellschaften des Berner Konzerns lag Berner Polen mit einem Wachstum von fast 47 Prozent ganz vorn beim prozentualen Umsatzwachstum.

Seit Juli 2008 ist Berner in Kroatien aktiv: Montex mit Sitz in Zagreb hat mit 20 Mitarbeitern, elf davon im Außendienst, im vergangenen Geschäftsjahr (31.12.2007) einen Umsatz von über zwei Millionen Euro erwirtschaftet. In Finnland wurde zur bereits bestehenden Berner Pultti im August dieses Jahres eine weitere Firma übernommen. Metaplan, Turku, erreicht mit 20 Mitarbeitern, elf davon im Außendienst, einen Umsatz von 6,5 Millionen Euro.


Wachsende Mitarbeiterzahl in Europa
Die positive Entwicklung der Gruppe schlug sich in einer deutlichen Zunahme der Mitarbeiterzahl von 7.113 (31.03.07) auf 8.002 (31.03.08) nieder. Den größten Zuwachs an Personal verzeichnet Berner innerhalb der Berner Unternehmensgruppe Wirtschaftsjahr 2007/08: Mit zweistelligem Umsatzwachstum auf Erfolgskurs Gesellschaften in Frankreich und in den südeuropäischen Ländern. Zurückzuführen ist der Mitarbeiteranstieg aber auch auf die neu hinzugekommenen Firmen in Finnland, Litauen, Lettland und Rumänien sowie Tegee und Krähe. Im Vertrieb sind mittlerweile rund 5.153 Personen beschäftigt, das sind 65 Prozent der Mitarbeiter.


Strategie für profitables Wachstum
Im abgelaufenen Geschäftsjahr begann der Berner Konzern die Unternehmensstrategie Berner GO21 umzusetzen um weiteres profitables Wachstum in Europa sicherzustellen. „Wir sind weiter gekommen als geplant. Das zweistellige Wachstum haben wir bereits im abgelaufenen Wirtschaftsjahr erreicht“, resümiert Jörn Werner. Auch für die Zukunft ist er zuversichtlich: „Selbst wenn sich jetzt in Europa eine abschwächende Konjunktur einstellt, werden wir von unserem Kurs nicht abweichen und unser Ziel verfolgen.“ Zu den Projekten, die sich aus dieser Strategie ableiten, gehört beispielsweise die Fokussierung auf profitable Zielgruppen im Bau- und Kfz-Bereich in Europa.


Ausblick
Es zeichnet sich ab, dass Berner im kommenden Geschäftsjahr 2008/09 seinem Ziel von einer Milliarde Euro Umsatz für die gesamte Unternehmensgruppe nahe rückt. Die Zielerreichung hängt in starkem Maße vom Erfolg der geplanten Zukäufe ab. „Wir haben die Berner Gruppe zukunftsfähig aufgestellt und werden unsere Strategie weiter konsequent verfolgen. Wir sind überzeugt, auf dem richtigen Weg zu sein, “ bekräftigt Jörn Werner.