BERNER Branchenbarometer: Deutsche Kfz-Profis melden „heiter bis wolkig“

Frohes neues Jahr? Da ist man sich in hiesigen Autohäusern und Werkstätten noch nicht ganz sicher. Während ihre Kolleginnen und Kollegen in anderen europäischen Ländern sehr zuversichtlich auf 2022 blicken, halten sich deutsche Kfz-Profis mit optimistischen Prognosen bislang eher etwas zurück. Das zeigt das aktuelle Branchenbarometer der Berner Group. Der B2B-Großhändler hat insgesamt mehr als 1.350 europäische Einkaufsverantwortliche befragt, wie sie die Geschäftslage in ihrem Heimatmarkt für die nächsten sechs Monate einschätzen.

BERNER Branchenbarometer: Deutsche Kfz-Profis melden „heiter bis wolkig“

Teilweise gedämpft ist die Stimmung der Umfrage zufolge derzeit insbesondere im deutschen PkwBereich. So befürchtet jeder vierte Betrieb (24%), dass das Werkstattgeschäft 2022 „schlechter“ oder „viel schlechter“ anläuft als im Vorjahr. Auffällig: Die Skepsis hat in den vergangenen Wochen sukzessive zugenommen. „Nachrichten wie die anhaltende Störung der globalen Lieferketten, der sich verschärfende Chipmangel oder der starke Einbruch bei Neuzulassungen tragen zu einer gewissen Verunsicherung bei“, sagt Florian Sommer, zuständiger Leiter des Mobility-Segments bei der Berner Group.

Hinzu kommt: In Folge der Omikron-Variante arbeiten die Menschen jetzt wieder vermehrt im Homeoffice und sind auch privat seltener unterwegs. „Das bremst das Werkstattgeschäft ebenfalls, weil sich die Kilometerleistung der Autos dadurch natürlich insgesamt erheblich reduziert“, erklärt Florian Sommer. „Diese Entwicklung kennen wir bereits aus anderen Märkten. Als beispielsweise Österreich im November in den Lockdown ging, haben sich die Erwartungen der Entscheider in den Werkstätten direkt verdunkelt.“

Vertrauen auf schnelle Erholung

Branchenkenner wissen, dass das Werkstattgeschäft auch in Krisenzeiten resilient ist. Mehr als die Hälfte (55%) der Pkw-Betriebe hält deshalb mindestens ein gleichbleibendes Ergebnis für machbar. 23% erwarten einen Wachstumsschub.

Noch etwas positiver fällt die Prognose im Nutzfahrzeugbereich aus: 26% der von BERNER befragten Werkstätten hoffen hier auf deutlich höhere Umsätze als zuletzt. 53% erwarten eine unverändert stabile Geschäftsentwicklung. „Im Nfz-Segment konnten wir schon 2021 ein insgesamt etwas freundlicheres Stimmungsbild beobachten“, betont Florian Sommer. „Dazu trägt unter anderem bei, dass die Laufleistung bei Transportern und schweren Lastwagen weiter zunimmt. Damit einher geht ein zunehmender Wartungs-, Service- oder Reparaturaufwand, von dem Werkstätten profitieren. Daneben waren gerade bei schweren Nutzfahrzeugen die Zulassungszahlen in 2021 deutlich stabiler als im PkwSegment.“

Die Situation im Ausland

Ein ähnliches Stimmungsbild wie in Deutschland zeigt sich auch in Österreich. 21% der dortigen Autohäuser und Pkw-Werkstätten erwarten, dass 2022 besser oder viel besser wird als das Vorjahr (Nfz 18%). 60% sehen keinen großen Unterschied (Nfz 59%). Deutlich optimistischer als in der DACH-Region ist die Stimmungslage in einigen anderen europäischen Ländern. 

„Insbesondere Italien sticht im Vergleich der Märkte heraus“, betont Florian Sommer. Bemerkenswerte 60% der italienischen Pkw-Betriebe sind fest davon überzeugt, ein stärkeres Ergebnis zu erzielen als im Vorjahr (Nfz 56%). Lediglich 8% rechnen mit weniger Arbeit. Nicht ganz so euphorisch wie Italien, aber dennoch überaus positiv, schätzt man auch in Frankreich die Situation ein. So hält im Pkw-Segment mehr als jeder Dritte (36%) ein Plus für möglich. Im Nfz-Bereich ist jeder Vierte (25%) dieser Meinung. Dass die Auftragsbücher 2022 leerer sein werden als im Vorjahr, glauben hingegen nur jeweils circa 10% der befragten Kfz-Profis.

„In den positiven Zahlen aus Italien und Frankreich kommt zum Ausdruck, dass beide Länder – unter anderem aufgrund höherer Impfquoten – schon etwas weiter sind, wenn es darum geht, mit dem Virus im Alltag zu leben“, erklärt Florian Sommer. „Wichtige Parameter wie die stabil wachsende Laufleistung bei Fahrzeugen oder bei den Neuzulassungen sorgen für zusätzlichen Rückenwind in den Betrieben. Die gute Stimmung spiegelt sich auch in dem wider, was unsere Außendienstmitarbeiter von unseren eigenen Kunden hören.“

Die Berner Group

Die Berner Group ist ein familiengeführtes europäisches Handelsunternehmen. Unsere Vision lautet: „We keep the world together and moving“. Das heißt, wir sind der zentrale B2B-Handelspartner für alle Materialien im Bereich Wartung, Reparatur und Produktion für unsere Kunden im Bau-, Mobilitäts- und Industriesektor. Mit über vier Kanälen schaffen wir für unsere Kunden ein integriertes Omnichannel-Einkaufserlebnis. Im Bereich von Stahl und CTeilen sowie im Bereich der Chemie sind wir gleichzeitig innovativer Hersteller. Wir sind mit über 200.000 Artikeln und 8.200 Mitarbeitern in über 23 Ländern für unsere Kunden vertreten.

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